Android ist ein Betriebssystem für Smartphones, Tablets und Netbooks welches seit 2007 von der Open Handset Alliance unter der Führung von Google entwickelt wird. Android hatte im zweiten Quartal 2013 einen weltweiten Marktanteil von 79,3 Prozent unter den Smartphone-Betriebssystemen und ist damit mit Abstand das derzeit am meisten genutzte System.

Die ersten Versionen von 1.0 bis 1.6 brachten von September 2008 bis September 2009 zahlreiche Neuerungen für die Nutzung der damals aufkommenden Smartphones. Mit Anwendungen wie Google Maps, Google Mail, der Einbindung von Youtube bis hin zur Abspeicherung von MMS-Anhängen oder der Anpassung der Auflösung und dem automatischen Wechsel von Hoch- zu Querformat revolutionierten sie den Umgang mit dem Mobiltelefon.

Diese Versionen werden nicht mehr aktiv von Google unterstützt.

Die Versionen Android 2.0/2.1 (Eclair) werden zwar zur Zeit noch unterstützt, laufen jedoch ebenfalls in naher Zukunft aus. Ein wichtiger Punkt hierbei ist die fehlende Anbindung an die neuere Version des Android Market, seit März 2012 Play Store worüber sämtliche Applikationen für Android heruntergeladen werden können.

Entsprechend erscheinen die Versionen 1.0 bis 2.1 auch in keiner offiziellen Nutzerstatistik von Google mehr, welche ihre Zahlen aus der Nutzung des Play Stores zieht.

Als Meilenstein brachten die beiden Versionen die Unterstützung von digitalen Zoom und Blitzlicht bei Kameraaufnahmen, Bluetooth 2.1 sowie die Kompatibilität mit HTML 5 mit sich.

Android 2.2 (Froyo) nutzen heute noch rund 1,7 Prozent der Google Play Nutzer. Seit 2010 auf dem Markt ermöglichte es auch erstmals Flash-Inhalte direkt im Browser wiederzugeben. Größerer Arbeitsspeicher (über 256 MByte) konnte verwendet werden, welcher im Gegenzug durch einen neuen Linux-Kernel weniger belastet wurde. Tethering, und damit die Nutzung des Smartphones als Modem/WLAN-Hotspot waren nun ebenso möglich. Durch die massive Erweiterung des Android-Markets (jetzt Google Play) war der begrenzte interne Speicher oft schnell belegt, daher konnten ab sofort auch Applikationen direkt auf die eingesteckte SD-Karte gespeichert werden. Bis Januar 2011 wurde „Froyo“ auf Version 2.2.2 geupdated.

Rund 26,3 % , und damit die zweithöchste Nutzermasse, nutzen Ende 2013 Android 2.3 (Gingerbread) Von Dezember 2010 bis Herbst 2011 regelmäßig erweitert, bot es eine noch leichter nachvollziehbare Bedienung sowie eine verbesserte Performanz der Prozessorleistung, auch für Prozessoren mit zwei Kernen. Die hauseigenen Applikationen wie Google Maps, TV oder Google Talk wurden ebenso optimiert, wie Applikationen von Facebook und Twitter integriert. Die Zukunft für die Datenübertragung via Near Field Communication (NFC) konnte geebnet werden. Daneben konnte der Nutzer nun auch Sensoren für Luftdruck und Schwerkraft nutzen und Applikationen über einen übersichtlicheren Downloadmanager steuern. Innerhalb eines knappen Jahres konnten in den Versionen 2.3 bis 2.3.7 zahlreiche Fehler per Bugfixes behoben, und so auch die Nutzungsmöglichkeiten beachtlich gesteigert werden.

Android 3.0 – 3.2.1 (Honeycomb): Die eigens für den Tablet-Markt entwickelte Android Version ermöglichte parallel zu Android 2.3 eine immer komfortablere und funktionell erweiterte Nutzung von Tablet-PCs. Für den Smartphone-Bereich hat es jedoch keine direkte Bedeutung.

Android 4.0 (Ice Cream Sandwich/ICS): Seit Herbst 2011 bietet Google mit ICS ein einheitliches Betriebssystem für Smartphones und Tablet-PCs. Die Bedienungsmöglichkeiten wurden weiter verbessert, Multitasking ist nun problemlos möglich. Per NFC können nun auch mittels „Android Beam“ Kontaktdaten, Dateien und Links ausgetauscht werden. Nahezu in allen Bereichen wurden Optimierungen und Aktualisierungen vorgenommen. Bekannte Sicherheitslücken wurden behoben und das Entsperren des Smartphones via Gesichtserkennung eingeführt. Die Reaktionszeiten wurde zum Teil erheblich verbessert. Die Unterstützung von DivX entfernt. Mit der Version 4.0.4 erreichte Ice Cream Sandwich mit erneut über 100 Änderungen und Bugfixes im Februar 2012 seinen finalen Höhepunkt. Knapp jeder Fünfte nutzt Ende 2013 weltweit noch ein Endgerät mit ICS.

Ab Android 4.1 bis 4.3 stand alles im Zeichen der Jelly Bean.

Das im Juni 2012 vorgestellte Android 4.1 verbesserte erneut den Komfort in der Bedienung des Touchscreens, sowie der virtuellen Tastatur inklusive barrierefreier Gestensteuerung und Braille-Unterstützung. Google Now und mit Version 4.1.1 auch der Bezahlservice Google Wallet wurden eingeführt. Der Datenaustausch via NFC wurde mit Android Beam 2.0 weiterentwickelt. Ebenso wurden Verbesserungen in der Wiedergabe und Unterstützung von Audiodateien vorgenommen (Mehrkanal – und USB Audio). Die Unterstützung von WiFi Protected Setup (WPS) wurde ermöglicht. Bis Oktober 2012 wurden somit bis Version 4.1.2 erneut zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten optimiert. Mit 37,3 Prozent ist Version 4.1.x die Ende 2013 weltweit am häufig genutzte Android Version.

Android 4.2 (auch Jelly Bean) führte die rasante Entwicklung ab November 2012 weiter fort. Mit Miracast wurde ein systemweites Streaming ermöglicht. Über die Quick Settings (sogenannte Toggles) konnten nun auch in der Benachrichtigungsleiste Einstellungen für WLAN oder Bluetooth direkt vorgenommen werden. Die Navigation, die Eingabe von Wörtern sowie die Darstellung des Bildschirmschoners wurden intuititver und interaktiver gestaltet. Per Photo Sphere wurde die Erstellung von Panoramaaufnahmen in Form einer dreidimensionalen Kugel ermöglicht. Im Februar 2013 wurde Version 4.2.2 abgeschlossen. 12,5 Prozent aller Android Nutzer nutzten Ende 2013 Android 4.2.

Nur gut 1 Jahr nach der Vorstellung der ersten Jelly Bean Version, gelang Google mit Android 4.3 im Juli 2013 ein weiterer Meilenstein. Mit OpenGL ES 3.0 (ähnlich DirectX 11) wurde die Grafikdarstellung weiter optimiert. Ebenso wurde die Performanz auf Geräten mit Mehr-Kern Prozessoren (zum Beispiel Quad-Core) stark verbessert. Bluetooth 4.0 Low Energy wird unterstützt, sowie mit AVRCP 1.3 ein neues Bluetooth-Profil eingeführt. Die multimedialen Anwendungen wie Kamera und die Audiowiedergabe wurden erweitert (bessere Panoramafunktion und Zusammenlegung der Lautstärke-Kanäle). Zur Positionsbestimmung schaltet sich das WLAN automatisch ein (manuell deaktivierbar), ein Permission Manager ermöglicht die Einschränkung der Rechte von Applikationen (Beta-Phase). Anfang Oktober erschien Version 4.3.1. 2,3 Prozent aller Android Nutzer, nutzten im November 2013 bereits Android 4.3 auf ihrem Gerät. Aufgrund der zu erwarteten Updates aktuell genutzter Smartphones auf Version 4.3 bis in das zweite Quartal 2014, wird dieser Prozentsatz noch signifikant zunehmen.

Android 4.4 (Kitkat) wurde Ende Oktober 2013 präsentiert. Per „Project Svelte“ wurden die Anforderungen zur Nutzung des Version reduziert, sodass auch Endgeräte mit 512 MByte Arbeitsspeicher diese nutzen können. Dokumente und Fotos können direkt vom Smartphone oder Tablet aus gedruckt werden (per Cloudprint/ HP ePrint). Neben Bilder können nun auch Videoaufnahmen vom Bildschirm (Screenrecords) erzeugt werden. Das multimediale Chatprogramm Google Hangouts kann nun auch per SMS genutzt werden (Umwandlung und Abrechnung als MMS !). Mit Android 4.4 KitKat laufen Ende 2013 nur ausgewählte Smartphones, die Anzahl der Nutzer ist noch entsprechend gering.

Fazit: Smartphones ab Version 4.1 (Jelly Bean) sind für Nutzer die die volle Bandbreite der multimedialen Nutzung sowie Applikationen aus dem Play Store genießen möchten zu empfehlen. Hier ist die Wahrscheinlichkeit auch hoch, dass zumindest auf die nächst höhere Version Updates erfolgen werden oder bereits verfügbar sind. Nicht nur die Statistik zeigt jedoch, das ein Großteil der Nutzer noch Smartphones mit Version 2.3.x (Gingerbread) regelmäßig nutzen, sind die Endgeräte doch auch gerade einmal rund 2 bis 3 Jahre alt. Spürbare Einschnitte im Bereich der Anwendungsbreite (gerade im Bereich Spiele), der Datenübertragung und der allgemeinen Performanz müssen hierbei jedoch in Kauf genommen werden. So sind bereits eine Vielzahl an Applikationen aus dem PlayStore für Nutzer von Smartphones mit Version 2.3 oder älter nicht sichtbar.

Aufgrund stark fallender Preise ist ein Umstieg auf ein Endgerät mit Android Jelly Bean auch für sparsame Smartphone Nutzer Ende 2013 möglich und empfehlenswert.

Die High-End Klasse aktueller Android Smartphones bewegt sich im entsprechenden hohen Preissegment. Der sich enorm schnell entwickelnde Markt ermöglicht jedoch die Nutzung von günstigen Angeboten hochwertiger Smartphones, welche selbst erst Anfang des Jahres auf dem Markt kamen. Hierbei lohnt es sich regelmäßig die Angebote zu vergleichen, insbesondere wenn man nach 2-3 Jahren über die Anschaffung eines aktuellen Android-Smartphones nachdenkt.

Die aktuellen Smartphones mit Android-Betriebssystem finden sie hier: wp-websites.auxilis.de/smartphone-vergleich/handys-mit-android-os.html