Apples Betriebssystem iOS existiert seit dem ersten iPhone Ende Juni 2007 (bis Juni 2010 unter dem Namen iPhone OS). Es ist derzeit das Standard-Betriebssystem für Apple-Produkte wie iPhone, iPad und der neueren Version von Apple TV.

Es begann mit den Versionen 1.0 bis 1.1.3 auf dem ersten iPhone, welche  bis Mitte 2008 weiterentwickelt und auf weiteren Endgeräten wie dem iPod touch eingesetzt wurden.

Mit Version 2.x wurde am 11. Juli 2008 der App Store mit der Veröffentlichung des iPhone 3G eingeführt, über den zusätzliche Applikationen auf das Endgerät geladen werden konnten. Ende 2008 wurde per Update auf iPhone OS 2.2 auch die Verwendung von Google-Street-View und Emoji möglich.

Im Folgejahr erschien zeitgleich mit dem iPhone 3GS die iPhone OS Version 3.0. Seit Juni 2009 war es somit möglich auch MMS zu empfangen und zu versenden, das 3GS konnte nun auch per Sprachsteuerung benutzt werden. Daneben wurde Tethering und das Bluetooth-Profil A2DP eingeführt. Mit Find-My-Phone konnte ab sofort der Standort des Gerätes angezeigt werden. 3.1.x im September 2009 war offiziell die letzte Version die das iPhone 1 und iPodTouch (1. Generation) unterstützten.

Version 4.0 , jetzt kurz iOS 4 genannt, erschien auf dem ebenfalls frisch eingeführten iPhone 4 im Juni 2010. Per Multitasking Funktion konnten nun mehrere Applikationen parallel geöffnet werden und im Hintergrund weiterlaufen. Videotelefonie wurde über den Dienst FaceTime optimiert. Auch konnte das iPhone nun weiter individualisiert werden, in dem das Hintergrundbild des Startbildschirm sowie die Ordner angepasst werden konnten.

Bis März 2011 kamen mit den Versionen 4.1 bis 4.3.x zahlreiche weitere nützliche Funktionen hinzu. Darunter das Spielenetzwerk GameCenter (nicht mehr für iPhone 3G), AirPrint (drahtloses Drucken) und AirPlay (drahtloser Austausch von Audiodateien). iOS 4.2.1 war zudem auch die letzte Version, welche das iPhone 3G und iPod Touch (2. Generation) unterstützten. Ab März 2011 konnte das iPhone auch als Hotspot für bis zu fünf weitere Geräte dienen.

Der Marktstart des iPhone 4S im Oktober 2011 bedeutete auch den Start von iOS 5.0. Die Mitteilungszentrale zeigte Benachrichtigungen nun übersichtlich zusammengefasst an. Daten konnten nun in die iCloud hochgeladen werden, und mit iMessage stand ab sofort ein kostenloser Nachrichtendienst für alle Nutzer von iOS 5 und höher bereit. Twitter wurde ebenso integriert.

Eine wichtige Neuerung bestand auch darin, dass Geräte mit iOS 5 und höher nun nicht mehr bei Aktivierung oder Update auf einen externen Rechner angewiesen waren.

iOS Version 5.1.x im März 2012 war zeitgleich die letzte Version für das iPad (1.Generation) und dem iPod Touch (3. Generation).

iOS 6.0 wurde ab September 2012 mit dem damals neuen iPhone 5 vorgestellt. iCloud wurde um viele Features erweitert (darunter teilbare Fotostreams, und die Synchronisation von Safari Tabs). Facebook neben Twitter in das System integriert, Youtube jedoch nicht mehr standardmäßig vorinstalliert. Apple Maps ersetzte Google Maps. Die Sprachsteuerung Siri wurde umfangreich optimiert. Tickets für Konzerte oder Flüge konnten digital im Passbook hinterlegt werden. Laut Apple gab es an den verschiedenen Applikationen und im System über 200 Updates mit iOS 6.

Das im März 2013 veröffentlichte iOS 6.1.x erweiterte die LTE Unterstützung auf zahlreiche weitere Netzbetreiber, war jedoch auch zugleich die letzte Version für das iPhone 3GS sowie das iPod Touch der 4. Generation.

Mit iOS 7 und dem iPhone 5S und iPhone 5C wurde das Design erneut komplett überarbeitet und optimiert. Das Multitasking wurde anhand des Nutzungsprofil übersichtlicher und mit Voransichten der aktiven Anwendungen gestaltet. Per zentralem Kontrollzentrum und der erweiterten Mitteilungszentrale erhielt man nun noch zentrierter Informationen zu Vorkommnissen und Anwendungen. Die Sprachsteuerung Siri ist nun auch für Bing, Twitter und Wikipedia nutzbar. Per AirDrop konnten einfacher Dateien zwischen iOS Geräten ausgetauscht werden. Applikationen können nun automatisch aktualisiert werden. Die Kamera- und Fotoapp wurde um Features und Effekte ergänzt. Mit der Einführung des Apple A7-Chips bot das Betriebssystem eine potentielle Unterstützung von Prozessoren mit 64-bit.

Fazit:

Apples iOS ist und bleibt eines der beliebtesten und meistgenutzten Betriebssysteme auf verwendeten Geräten weltweit.

Der ständige Weiterentwicklung von iOS spiegelt auch die Erfolgsgeschichte des iPhones wieder. Durch den harten Konkurrenzkampf insbesondere mit dem Betriebssystem Android von Google ist mit einer intensiven Weiterentwicklung des Betriebssystems auch in den kommenden Jahren zu rechnen.

Gerade die Kompatibilität mit anderen Endgeräten von Apple und die hervorragende Anpassung von Betriebssystem und Hardware bestechen bei der Verwendung von iOS.

Da mit jedem neuen iPhone in der Vergangenheit und höchstwahrscheinlich auch in Zukunft auch eine neue iOS Version erscheint, empfiehlt es sich, sich spätestens alle 2-3 Jahre ein neues iPhone zuzulegen.

Das Update für ältere Geräte läuft in diesem Zeitraum meistens aus. Um den vollen Funktionsumfang nutzen zu können, darf derzeit über einen Wechsel von Geräten wie dem iPhone 3GS und ältere iPhones hin zu neueren Geräten wie dem iPhone 4S nachgedacht werden.

Wer immer up to date sein möchte, sollte sich bei der Veröffentlichung einer neuer iOS Version auch das meist parallel vorgestellte iPhone anschauen.